Kirsten Radermacher
Foto: © Elisabeth Pfahler-Scharf

Am Anfang steht ein Medium, das ursprünglich als Abbilder der Wirklichkeit gilt: die Fotografie. Sie bewegt sich zwischen Abbildungsrealität und subjektiver Wahrnehmung. In diesem Spannungsfeld habe ich Zugang zur freien künstlerischen Fotografie gefunden.

Im ständigen Dialog mit mir, der Fotografie und meiner Umgebung folge ich meiner Intuition. So kommt hervor, was hervor kommen will – Bilder, Themen, Projekte. Das Ergebnis liegt zunächst im Ungewissen. Damit ist meine Fotografie mal konkret und dann wieder im absoluten Wandel. 

Zumeist fotografiere ich in meiner direkten Umgebung und reagiere auf das, was ich vorfinde. Nicht selten finden sich bei mir Motive des Alltäglichen. Allerdings beschränke ich mich nicht auf ein einziges Genre, denn es geht um weit mehr als um das Abgebildete.

So wie Pinselstriche in einem Gemälde können sich auch Fotografien zu einem Werk verbinden. Nicht im Einzelbild sondern in der Bildkombination sehe ich daher meine künstlerische Arbeit. Ich nehme mir daher viel Zeit, um neu entstandenes Bildmaterial und Bilder meines Archivs zu Reihen, Tableaus oder Sequenzen zusammenzuführen. Erst durch die Kombination können sich die Einzelbilder vom reinen Abbild lösen und schaffen gemeinsam eine Welt dahinter.