Kirsten Radermacher
Foto: © Elisabeth Pfahler-Scharf

„Am Anfang steht ein Medium, das in seinem Ursprung Abbilder der Wirklichkeit ist: Die Fotografie. Sie bewegt sich zwischen objektiver Abbildungsrealität und der subjektiven Wahrnehmung. Genau in diesem Spannungsfeld habe ich Zugang zur freien künstlerischen Fotografie gefunden.

Im ständigen Dialog mit mir, der Fotografie und meiner Umgebung folge ich meiner Intuition. Es kommt hervor, was hervor kommen will – Bilder, Themen und Projekte. Wie die Amerikaner Robert Frank und William Eggleston fotografiere ich meist in meiner direkten Umgebung und reagiere auf das, was ich vorfinde.

Bildauswahl aus dem Künstlerbuch S P A T I U M (2020)
Bildauswahl aus dem Künstlerbuch S P A T I U M (2020), siehe Projekte

Das Ergebnis liegt zunächst im Ungewissen. Damit ist meine Fotografie mal konkret und dann wieder im absoluten Wandel.

Bilder können für mich nicht alleine stehen – damit teile ich den Standpunkt der Fotokünstler Michael Schmidt und Michael Jochum. Das Ergebnis meiner künstlerischen Arbeit ist daher nicht das Einzelbild sondern die Bildkombination. Ich nehme mir daher viel Zeit für die Sichtung des neu entstandenen Bildmaterials und meines Archivs. Bilder fügen sich zu Reihen, Tableaus oder Sequenzen zusammen. Erst durch die Kombination lösen sich die Einzelbilder vom reinen Abbild und schaffen gemeinsam eine Welt dahinter.“

aus dem Buch reVISION (2020)
Bildauswahl aus dem Künstlerbuch reVISION (2020), siehe Publikationen.