Orte und Nicht-Orte | places and non-places

In der Zeit der Übermoderne gewinnen Nicht-Orte laut Marc Augé [1] vermehrt an Bedeutung. Wir wandeln als Reisende zwischen Orten und Nicht-Orten hin und her. Wir passieren und durchqueren, z.B. auf Autobahnen, Bahn- oder Flugstrecken. An den Nicht-Orten verweilen wir nur temporär. Hier verbindet uns die Ähnlichkeit; ein reines Koexistieren überwiegt. Nicht-Orte erscheinen damit weniger bedeutend. Man könnte meinen, sie existieren nur, um zu funktionieren. Gleichzeitig eröffnen sie aber den Raum, um uns einer „passiven Freude der Anonymität“ hingeben zu können. Sie bieten eine andere Sicht. In diesem Projekt habe ich mich auf diese anonymen Orte und ihre Wirkung konzentriert.

In today’s life, we are travellers between places and non-places. This is the time of ‚Übermoderne‘ as Marc Augé called it [1]. Passing non-places, e.g. by car, train or aircraft, our identity, relations and our history do not matter. We are the same and have the same targets. The non-places could be meant just to exist and are insignificant but they disclose us to be anonym and get another view on living. In this project, I concentrate on this part of life: the anonymous places and their relevance in today’s life.

[1] Marc Augé (2019). Nicht-Orte. C.H.Beck