Zwischen Orten und Nicht-Orten | between places and non-places

Wir befinden uns in der Zeit der Übermoderne [1]. Hier gewinnen Nicht-Orte vermehrt an Bedeutung. Wir wandeln als Reisende zwischen Orten und Nicht-Orten hin und her. Wir passieren und durchqueren, um Orte zu erreichen, die unsere Identität, unsere Beziehungen und unsere Geschichte ausmachen – dort, wo wir Zuhause sind.

An den Nicht-Orten gehen wir hingegen in der Masse unter. Unsere Ähnlichkeit und ein reines Koexistieren überwiegen. Zu diesem Zeitpunkt verbinden uns ausschließlich die gleichen Ziele. Nicht-Orte sind damit auch unscheinbar. Man könnte meinen, sie existieren, um zu funktionieren, und bedeuten nicht mehr.
Die Nicht-Orte bieten aber gleichzeitig den Raum, um uns einer passiven Freude der Anonymität und dem aktiven Schauspiel hingeben zu können. Sie bieten die Kulissen und eröffnen eine andere Sicht.


In today’s life, we are traveller between places and non-places. This is the time of ‚Übermoderne‘ as Marc Auge called it [1]. Passing non-places, our identity, relations and our history do not matter. We are the same and have the same targets. The non-places could be meant just to exist and are insignificant but they disclose us to be anonym and get another view on it.

[1] Marc Auge (2019). Nicht-Orte. C.H.Beck